Unser Logo:
Wir werden häufig nach der Herkunft unseres Logos gefragt und es wird bemängelt, weshalb nicht
auch im Netz mit ein paar Zeilen darauf eingegangen wird. Gerne nehmen wir diese Anregung auf:
Das Grundmotiv stammt von El Lissitzky, (1890 in Russland geboren), der sich selber als
Konstrukteur bezeichnete. Ausgebildet als Architekt und Ingenieur, war er aber tätig als
Erfinder, Konstrukteur, Denker, Maler, Photograph und Typograph. In seinen Arbeiten leuchtet
die Begeisterung für die Arbeitsweise des Ingenieurs, für die exakten Wissenschaften, für die
Technik der Neuzeit. Ihre Möglichkeiten sind ihm ein Wechsel auf eine andere, glücklichere
Zukunft, ihn erfüllte der Glaube, dass die Wissenschaft fähig sei, das Los der Menschheit zu
erleichtern.
Hier traf er sich mit den Idealen der russischen Revolution, die auch an die Kunst neue
Aufgaben stellte. Kunst wurde öffentlich und sollte der Verbesserung der Lebensbedingungen
dienen. Die Künstler arbeiteten nicht mehr für sich, sondern traten in Verbindung mit den
breitesten Volksschichten. Zusammen mit Malewitsch wurde er zum Begründer des Suprematismus.
El Lissitzky war einer der großen Anreger sowohl für das Weimarer Bauhaus wie für die
Typographie.
Bei dem Logo handelt es sich nun um das 4. Bild einer "Allen, allen Kindern" gewidmeten
suprematistischen Erzählung "Von zwei Quadraten". Sie entstand 1920 und wurde erstmals 1922
in Berlin veröffentlicht. Die Geschichte erzählt von zwei Quadraten (schwarz und rot), die von
weit her auf die Erde fliegen. Sie säen schwarzen Sturm, und - ein Schlag - (dies ist das Logo) und alles fliegt auseinander. Auf das Schwarze baut sich dann im folgenden das Rote, und das ist dann die endgültige Fassung.
Unschwer zu erraten, was mit der neuen, roten Ordnung, wenige Jahre nach der erfolgreichen
russischen Revolution, gemeint ist.
Unser damaliger Kollege Günter Rodewald hat dieses 4.Bild benutzt und in das Bild hinein ein
geöffnetes Buch montiert. Ähnlich wie der in den Bildern verwendete Text, der mit Groß- und
Kleinschreibung, Fett- und Dünndruck arbeitet, hat er dann auch den Namenszug Buchladen
Ostertor entsprechend gestaltet.
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